In Schleswig-Holstein hat sich eine neue Situation ergeben, über die wir Euch transparent informieren wollen. Solltet ihr dazu noch weiter Fragen haben meldet euch gerne per E-Mail an hallo@popupcamps.de

Kurz und knapp:

  • Die Oberste Naturschutzbehörde (MELUND) hat die Unteren Naturschutzbehörden in Schleswig-Holstein in einem internen Schreiben darauf hingewiesen, dass Pop-Up Camps ordnungswidrig seien.
  • Gastgeber*Innen und Camper riskieren ein Ordnungswidrigkeit und damit ggf. ein Bußgeld.
  • Aktuell ist uns kein einziger Fall bekannt, der ein Bußgeld verhängt worden ist
  • Wir haben bereits versucht Kontakt zu den Behörden aufzunehmen und werden dies auch weiterhin tun.
  • Wir glauben daran gemeinsam einen besseren Weg für Camping zu finden und würden uns freuen, wenn ihr diesen weiterhin mit uns geht - auch in Schleswig-Holstein.

Die Oberste Naturschutzbehörde, die in Schleswig Holstein im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt Natur und Digitalisierung (kurz: MELUND), angesiedelt ist, weist die Unteren Naturschutzbehörden auf folgenden Grundsatz hin:

„…dass zur Verhinderung möglicher Beeinträchtigungen für Natur, Landschaft und der Allgemeinheit Zelte und bewegliche Unterkünfte nur auf den dafür zugelassenen Plätzen (Zelt-, Camping-, oder Wohnmobilplätze) aufgestellt oder benutzt werden dürfen. [….]
Die Nutzer dieser Pop-Up Camps handeln deshalb ordnungswidrig nach § 57 Abs. 2 Nr. 23 LNatSchG, wenn sie Zelte oder bewegliche Unterkünfte außerhalb der hierfür zugelassenen Plätzen aufstellen oder benutzen.“

Damit vertritt das MELUND eine äußerst restriktive Rechtsauslegung, mit dem Ziel, außerhalb von den aktuell dafür zugelassenen (teils überfüllten) Camping- und Stellplätzen keine Form des Campings zu zulassen oder zu dulden.

Ursprung unserer Idee der Pop-Up Camps (kurz: PUC) ist es, Lösungen für mehrere aktuelle Probleme in diesem Sommer und auch in Zukunft zu bieten:

#1 Camping Boom & Trend zu Urlaub in Deutschland = keine freien Plätze, besonders während der Saison. Auf PUC bieten Gastgeber*Innen ihre Privatgrundstücke für Camping-Gäste an - und lösen das Platzproblem im Graswurzelansatz.
#2 Corona Sommer heißt Abstand halten. Individualcamping ist eine der sichersten Urlaubsformen. Statt im Ausland, schaffen wir attraktive und sichere Angebote für Camper im Inland, die Nachfrage ist hoch.
#3 Probleme durch Wildcamping wie noch nie: Müll und menschliche Hinterlassenschaften führen zu teils beschämenden Zuständen. PUC schafft hier mit dem Gastgeber-Prinzip eine Grundlage für Verantwortung und Kontrolle und schützt somit die Natur, anstatt sie unkontrolliert und unbeaufsichtigt zu lassen.

Mittelfristig wollen wir mit Pop-Up Camps jedoch noch mehr. Wir wollen den sich verändernden Campingmarkt als Teil des Tourismus durch ein Angebot bereichern, das Naturschutz, Klimaschutz und die Bedürfnisse der Menschen im Blick hat und die natürliche Landschaft erhält.

Konkret heißt das:

  • Temporäre Nutzung von Flächen zur Förderung von Arten und Naturschutz - keine weitere Flächenversiegelung.
  • Geordnetes Angebot hilft, um Wild-Campen (bzw. die Auswirkungen davon) zu vermeiden
  • CO2-Emission durch regionales Urlauben reduzieren
  • Nachfrage nach attraktivem Camping im Inland bedienen
  • Wirtschaftliche Effekte in strukturschwachen, oft naturnahe Regionen bringen
  • Natur für Menschen nutzbar erhalten und dafür Grundbesitzer zu Gastgebern machen

Wir haben in den vergangenen Wochen ein überwältigendes, positives Echo deutschlandweit aus Presse und Gesellschaft erhalten. Außer PUC gibt es zahlreiche weitere Anbieter, die mit der Auslegung des MELUND in Schleswig-Holstein für angeblich illegal erklärt werden.

Wir sind überrascht von der Tatsache, dass das Umweltministerium in Schleswig-Holstein ausgerechnet jetzt dringenden Handlungsbedarf sieht – und teilen diese Rechtsansicht nicht.

Wir sind entschlossen, uns einer politischen Diskussion zu stellen, um die Zukunft von Urlaub, Natur und Camping in Deutschland gemeinsam mit zu gestalten.


Dafür brauchen wir jetzt Eure Hilfe:
Bleibt bei uns – ein bisschen steife Brise von vorn hat selten geschadet.

Was kommt jetzt?

Ob und wie die Unteren Naturschutzbehörden jetzt aktiv werden und tatsächlich Ordnungsgelder gegen Gastgeber*Innen und Gäste verhängt werden, lässt sich nicht vorhersagen - bisher wurde nicht eine einzige Strafe / Ordnungswidrigkeit verhängt – weder in Schleswig-Holstein, noch sonst wo in Deutschland.
Sollte es zu Vorfällen kommen, empfehlen wir einen grundsätzlich kooperativen Ansatz gegenüber den Behörden – das gelingt nur gemeinsam.

Wir erstatten natürlich das Geld für die Buchung zurück – die Kosten für die Storno Gebühr trägt PUC.

Wir wünschen uns eine kurze E-Mail zum Vorgang inklusive Namen der Personen und ggf. schriftlichen Infos der Behörden.

Wir standen bereits vorher mit der Behörde in Kontakt und darüber hinaus führen wir Gespräche auf verschiedenen politischen Ebenen und werben für unser Anliegen. Über die weitere Entwicklung werden wir Euch auf dem Laufenden halten.

Wir hoffen auf breite Unterstützung für ein Anliegen, das uns alle betrifft.

Euer PUC Team

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